WSZ Fladnitztal

2019 05 28 WSZ Baustelle28.05.2019 - WSZ-Baustelle:

Weniger Freude mit dem derzeitigen nassen Wetter haben die Arbeiter auf der WSZ-Baustelle in Schweinern:

trotz Bodenaufbau ist es feucht und schmutzig von unten und sehr oft nass von oben, dazu auch nicht wirklich warm - in Summe also kein ideales Baustellen-Wetter. Trotzdem liegen die Arbeiten im Zeitplan.

 


 

WSZ LageDas neue "WSZ Fladnitztal" - Wertstoff-Sammel-Zentrum - wird 2019 in der Schmidtenbergstraße 32 in 3123 Schweinern vom GVU errichtet.

Das WSZ ersetzt somit Großteils das bisherige ASZ, das von der Gemeinde betrieben wurde. Der Grünschnitt- und der Strauchschnittplatz bleiben jedoch in der bisherigen Form erhalten - wie auch in den anderen Mitgliedsgemeinden des GVU.

Einstimmiger GR-Beschluss

Mit einstimmigem Gemeinderatsbeschluss in der GR-Sitzung am 25. Sept. 2018 für den Grundverkauf an den GVU wurde die Planung zur Errichtung ermöglicht:

Auszug aus dem obritzberg.info-Protokoll: "TOP 4 - WSZ Schweinern: der vorliegende Kaufvertrag für das benötigte Grundstück in Schweinern an den Gemeindeverband für Abgabeneinhebung und Umweltschutz - GVU wurde einstimmig beschlossen. Der Kaufpreis beträgt € 18,- je m², die Fläche beträgt 6.812 m², die Kaufsumme somit € 122.616,-. Für die Bürger aus Schweinern wird es eine eigene Informationsveranstaltung geben, um über das Projekt zu informieren."

Nach Vorliegen der notwendigen Grundlagen wurde die Bevölkerung in einem Info-Abend am 25. Februar 2019 im Gemeindezentrum nach amtlicher Einladung aller Gemeindebürger über das geplante Projekt umfassend informiert.

Info-Abend am 25. Feb. 2019, 19 Uhr, Gemeindezentrum:

Etwa 100 Bürger nutzten diese Möglichkeit, sich durch GVU-Geschäftsführer Hans Freiler und Architekt Josef Ruhm aus erster Hand informieren zu lassen und offene Fragen beantwortet zu bekommen.

WSZFür den GVU - Müllverband steht ein Satz an erster Stelle: "Abfallvermeidung ist besser als Abfall zu verwerten oder zu entsorgen".

Die Aufgabe des Müllverbandes ist es, in den 37 Mitgliedsgemeinden im Bezirk St. Pölten-Land möglichst effizient und kostengünstig, aber zuverlässig, den anfallenden Abfall nach den gesetzlichen Vorgaben zu trennen, zu sammeln, zu verwerten und alles entsprechend den Vorgaben zu dokumentieren.

Die Trennung wird dabei zu einem großen Maß in den Haushalten selbst erledigt. Jener Abfall, der nicht durch die Hausabholung bzw. Müllinseln entsorgt werden kann, soll in Wertstoff-Sammelzentren in möglichst viele Fraktionen sortiert werden können, dabei sollen diese möglichst lange geöffnet sein, und möglichst kostengünstig zu betreiben sein.

Aus ASZ werden WSZ

Die bisherigen 27 ASZ werden dabei durch ca. 10 WSZ (für jeweils ca. 10.000 Einwohner)  abgelöst, die dafür neu errichtet werden müssen - die Projektskosten betragen dabei € 1,4 - € 1,8 Mio. je WSZ. Nach aktuellen Berechnungen des Müllverbandes brauchen dafür die Müllgebühren nicht angehoben werden, da durch den Wegfall der ASZ (der Müllverband hat diese finanziell mitgetragen) und die Effizienzsteigerung keine Mehrkosten entstehen.

Dabei müssen diese Sammelzentren entsprechend den gesetzlichen Vorgaben gewisse Mindest-Voraussetzungen erfüllen, wie z.B. Fraktionierung, Überdachung, Abwasserentsorgung, Problemstoff-Übernahme, offen für alle Verbandsmitglieder, elektronischem Zugang, usw.

Nach langer Analyse wurde für den Bereich Fladnitztal / unteres Traisental der Standort in Schweinern (gewidmetes Betriebsbauland) als geeignet angesehen und vom Müllverband angekauft und die Planung begonnen. Dieses Grundstück hat einige wesentliche Vorteile für die bauliche Umsetzung: grenzt an bisherigen Grün- & Strauchschnittplatz, keine direkten Anrainer, bestehende Widmung, Verfügbarkeit, leichte Hanglage und bestehende Infrastruktur (Verkehr, Wasser, Abwasser, Energie, Datenleitung).

Zukünftige Öffnungszeiten in allen WSZ:

werktags von 7 - 19 Uhr mit elektronischem Zutritt (Nahfeldsensor - Zutrittskarte einmalig € 20,-) bzw. einmal je Woche von 7 - 19 Uhr mit personeller Besetzung durch 2 Mitarbeiter des GVU ohne Zutrittskontrolle (Problemstoffe, kostenpflichtige Stoffe, etc.). Damit ist es möglich, ohne irgendwelche Kosten einen ganzen Tag in jeder Woche Sperrmüll abgeben zu können.

Jedes WSZ wird Video-überwacht sein, um Missbrauch ahnden zu können. Eine Öffnung an Sonn- und Feiertagen ist ausgeschlossen.

Warum mit eigener Zutrittskarte und nicht z.B. mit E-Card?

Die E-Card ist eine Steckkarte und dadurch im Außenbereich sehr störungsanfällig, weiters erfolgt dann die Administrierung zusätzlich durch den Hauptverband der Sozialversicherungsträger, was höheren Verwaltungsaufwand verursacht und zuletzt ist keine bargeldlose Abrechnung für die (zukünftig geplante) Übernahme kostenpflichtiger Altstoffe (Reifen, Batterien, Sonderstoffe, etc.) möglich.

Datenschutz

Alle Haushalte der Mitgliedsgemeinden sind beim GVU erfasst, da auch die Müllgebühren (und viele andere Gebühren) über den GVU abgerechnet werden.

Eine Erfassung, wer wann wieviel Müll abgeladen hat, gibt es (auch bei elektronischem Zutritt) nicht! Einzig bei "Fehlwerfungen" bzw. "Müllvandalismus" werden die Videoaufzeichnungen zur Täterfindung herangezogen.

Verkehrsaufkommen - naturgemäß ein wichtiges Thema für Bürger mit Nähe zum WSZ:

Da im neuen WSZ 6 Gemeinden (neben unserer Gemeinde auch Karlstetten, Statzendorf, Wölbling, Inzersdorf, Nußdorf) ihre Problemstoffe und Sperrmüll abgeben können, ist natürlich mit einem etwas höheren Verkehrsaufkommen zu rechnen: ein Verkehrsgutachter hat ein positives Gutachten erstellt und sieht keine Notwendigkeit für Maßnahmen, die L111 ist als Straße mit überregionaler Bedeutung ausgelegt, die Frequenzsteigerung auf der L5054 unbedeutend.

Durch die Weiterführung der Grün- und Strauchschnitte in den einzelnen Gemeinden und durch die Sperrmüllsammelstelle in Inzersdorf entfallen daher die meisten Fahrten, durch die lange Öffnungszeit und die Überdachung wird das WSZ kaum merkbar sein - unsere Gemeindebürger profitieren aber vom kurzen Anfahrtsweg und den längeren Öffnungszeiten.

Die Abfuhr der jeweiligen Container (derzeit durch die Fa. Brantner) soll wie bisher nur werktags und zu Tageszeit erfolgen.

Tier-Kadaver

Die Container für anfallende Tier-Kadaver sind auch am neuen Standort angesiedelt, allerdings wie bisher im Außenbereich, um eine Anlieferung rund um die Uhr zu gewährleisten (7 Tage / 24 Stunden)

Zeitplan

Februar / März: Bürgerinformation, Baubescheid, Ausschreibungen, ev. Baubeginn
Dezember: Fertigstellung, Probebetrieb, Bürgerinformation zu Öffnungszeiten (mit Personal)
Ab Jänner 2020: Normalbetrieb